„Gerne würde ich mich mehr in das Projekt einbringen. Aber die Linienaufgabe fordert bereits 100 Prozent meiner Arbeitswoche.“. Ich lausche den ausweichenden Argumenten von Herrn Meyer. Er ist interner Mitarbeiter beim Kunden. Für das Projekt ‚Change4Future‘ benötigen wir seinen fachlichen Beistand. Ich stelle Blickkontakt mit dem Projektleiter Herr Maures – ebenfalls Kundenmitarbeiter – her. Wir beide wissen, dass uns die beratende Tätigkeit von Herrn Meyer nicht ausreicht. Wir brauchen die interne Kraft mindestens 2 Tage pro Woche. Zeit, die feste Einbindung offen anzusprechen.

Binde die Mitarbeiter des Kunden in das Projekt ein

Die Mitarbeiter eines Kunden sind unterschiedlich stark in Dein Consulting Projekt eingebunden. Nützlich ist die nachfolgende dreistufige Klassifikation:

  1. Administrative Unterstützung – Der Kundenmitarbeiter hilft bei Infrastruktur- und Logistikthemen, beispielsweise Druck- und Kopiermöglichkeiten, Meeting-Räumen und technischem Equipment. Zudem steht er für Fragen rund um die Organisationsstruktur zur Verfügung.
  2. Fachlicher Input – Mit seinem Knowhow unterstützt der Interne als fachlicher Experte im Rahmen von Befragungen, Interviews und Workshops. Seine Kenntnisse, Ratschläge und Erfahrung fließen in die Projektergebnisse ein.
  3. Operative Mitarbeit – Der Kundenvertreter arbeitet im Projekt als vollwertiges Teammitglied. Wie der Unternehmensberater wendet er einen Teil seiner Zeit oder gar die komplette Woche für das Vorhaben auf.

Schaffe zu Beginn mit dem internen Projektleiter bzw. dem beauftragenden Kunden Klarheit. Wer wirkt ab wann in welcher Intensität am Projekt mit? Was muss ein interner Kollege leisten, was kommt vom Berater? Gerade bei abteilungsübergreifenden Aufgaben, die organisatorische, prozessuale oder technische Schnittstellen betreffen, sollte Einigkeit über den Projektbeitrag bestehen.

Formel für gute Teamarbeit: 1 + 1 = 3
– Siegfried Vögele, deutscher Marketingexperte

Je mehr Kundenmitarbeiter in Dein Beratungsengagement involviert sind, umso sorgfältiger musst Du bei der Ausgestaltung der Intern-Extern-Zusammenarbeit vorgehen.

  • Teste aus, welcher interne Kollege eine Aufgabe wie, mit welchem Ergebnis und in welcher Qualität absolviert.
  • Verteile Projektaufgaben so, dass die gewünschten Resultate von den Internen mit minimalen Arbeitsaufwand erzielt werden können.
  • Behandle den Kundenmitarbeiter, wie er behandelt werden möchte. Beispielsweise beziehst Du den Interessierten ein, begegnest dem Skeptiker mit Wertschätzung.

Der interne Fachkollege kann morgen schon Teamleiter werden und über ein eigenes Beraterbudget verfügen. Damit wird der zu Deinem potentiellen Kunden. Es lohnt sich also, bereits auf Arbeitsebene in eine gute Kundenbeziehungen zu investieren.

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