„Du willst schon gehen?“. Mein neuer Kollege Charles blickt mich ungläubig an. „Ja wieso? Ist doch alles fertig für heute.“ gebe ich zurück und beginne meine Tasche zu packen.

Doch statt die Unklarheiten zu beseitigen, irritiert meine Antwort Charles zusätzlich. „Ich dachte Unternehmensberater haben mindestens einen 10-Stundentag.“ fragt er weiter.


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„Ja, das stimmt. Wenn es für den Kunden oder uns einen Mehrwert stiftet.“ antworte ich knapp und füge hinzu „Der Kunde ist heute nicht mehr da und unsere Vorbereitung für den morgigen Workshop steht. Zeit, die eigenen Akkus für Morgen aufzuladen.“. 

Berater sind Menschen, keine 24/7 Maschinen

40 Stunden? 50 Stunden? 60 Stunden? Wie lang ist Deine Arbeitswoche? Unternehmensberater sind weniger dafür bekannt, bereits nach 35 Stunden den Stift fallen zu lassen. Im Gegenteil: für Consultants gilt eine lange Arbeitswoche häufig als Statussymbol. Das Motto: „Schaut her, wie lange ich für meine Kunden im Einsatz bin!“. Doch ist das smart?

Tatsächlich bist Du als Berater ein klassischer Dreikämpfer. Deine Hauptdisziplin ist die Projektarbeit inklusive Reise. Um auch zukünftig für den Markt attraktiv zu bleiben, musst Du Dich kontinuierlich weiterbilden. Schließlich besteht Deine letzte Aufgabe im Marketing & Vertrieb neuer Kunden und Projekte. Ein dünnes Brett sieht anders aus.

Erst die Balance aus Selbst- und Fremdbestimmung, mit einem deutlichen Ausschlag zu ersterem, lässt unser Leben gelingen.
– Helmut Glaßl, deutscher Aphoristiker

Doch lässt sich das Alles auch in 40 Wochenstunden erledigen, wenn Du umsichtig und mit klaren Ziele an die Sache herangehst. Dazu einige Tipps:

  • Nicht jeder Arbeitgeber fährt das Geschäftsmodell ’60-Stundenwoche‘. Speziell im Mittelstand finden sich Work-Life-kompatible Beratungen.
  • Auch Kunden können arbeiten. Warum jeder „Hätte-ich-auch-gerne“ Aufgabe hinterherjagen?
  • Praktikanten, Werkstudenten und Azubis freuen sich über delegierte Aufgaben.
  • Entweder Du kannst zu einem Treffen beitragen oder aus diesem Infos mitnehmen. Andernfalls handelt es sich um Meeting-Tourismus und damit Zeitverschwendung.
  • „Können wir später reden?“, „Bitte sende mir eine E-Mail.“, „Nein!“ –  es gibt zahlreiche Strategien, um Aufgaben diplomatisch aber bestimmt abzulehnen.

Bevor Du Dich um Deinen Kunden kümmern kannst, musst Du Dich zunächst um Dich selbst kümmern. Lege Pausen ein und beschließe einen Arbeitstag, wenn Du alle wichtigen Aufgaben geleistet hast. Wechsle Deine Einstellung von einer Zeit- zu einer Ergebnisorientierung. Finde die richtige Balance zwischen Berater- und Nicht-Beraterjob.

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