Synergieprojekt mit Südamerika. Ein deutscher Nutzfahrzeughersteller hat mich beauftragt ihn beim Ausrollen seines Flaggschiffproduktes – ein 30 Tonnen Schwerlast LKW – zu begleiten. Dazu soll ich die deutsche Stücklistenlogik auf das brasilianische System überführen. 

Stücklistenkonzepte sind mir nicht fremd. Bereits bei anderen Automobilherstellern habe ich vergleichbare Projekte erfolgreich unterstützt. Zuversichtlich starte ich in den internationalen Kick-Off. Nach 90 Minuten ist das Meeting vorbei und ich ebenfalls völlig am Ende. Heavy Duty Truck? BoM? Plug Box?  


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Jedes Unternehmen hat seine eigene(n) Sprache(n)

Irgendwann einmal kommst Du in Deiner Karriere an den Punkt an dem Du meinst, Deine Sprachfähigkeiten verloren zu haben. Alle Kollegen werfen mit Fachbegriffen, Abkürzungen und Fremdworten um sich. So sehr Du Dich auch bemühst, aber Du verstehst nur Bahnhof. Verschärft wird Dein Dilemma durch die Internationalität des Projekts. Worte und Zusammenhänge sind Dir plötzlich doppelt fremd.

Es hilft nichts. Um beim Kunden einen Nutzen zu stiften, musst Du in den sauren Apfel beißen und Dich in die Fachsprache einfuchsen.

  • Frage die Mitarbeiter des Kunden nach Hintergrundinformationen, zum Beispiel nach internen Grundlagendokumenten, einem Glossar oder einem guten Fachbuch. Nutze ruhige Minuten und arbeite Dich in dieses Material ein.
  • Lege Dir ein kleines Abkürzungsverzeichnis an in dem Du häufig verwendete Akronyme und Begriffe festhältst. Wie beim Vokabeltraining zu Schulzeiten ist das Verzeichnis fortan Dein ständiger Begleiter.
  • Beschäftige Dich mit der Fachdomäne. Kaufe Dir auf Reisen die einschlägigen Zeitschriften, surfe im Netz nach aktuellen Studien und tausche Dich mit Kollegen aus.
  • Sprich in Arbeitstreffen Deine Wissensdefizite an und erfrage die fehlenden Fachbegriffe. Suche Dir dazu Kundenmitarbeiter, die ihr Wissen gerne teilen.

In der Sprache, die man am schlechtesten spricht, kann man am wenigsten lügen.
– Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Die Tiefe Deiner fachlichen Einarbeitung hängt von zwei Aspekten ab. Erstens der Länge des Projektes. Für kurze Engagements reicht ein genereller Überblick. Bei Langläufern lohnt sich die Aneignung von fundiertem Fachwissen. Zweitens Deiner Aufgabe: je nach beauftragtem Ergebnistyp musst Du Dir mehr oder weniger Fachvokabeln aneignen.

Übrigens gilt das Gesetz: Je größer die Organisation, desto mehr Fachsprachen existieren. Meist verstehen sich die Mitarbeiter selbst nicht und brauchen Hilfe. Wie gut, dass es multilinguale Unternehmensberater gibt.

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