Warum habe ich nur bei diesem Unternehmen angeheuert? Spätherbst 2012, Montagvormittag. Ich sitze im Büro und brüte vor mich hin. Nicht im Kundenbüro, sondern im Office meines neuen Arbeitsgebers, einer mittelständischen Beratungsfirma. Eigentlich müßte ich beim Kunden sein bzw. zumindest auf dem Weg dorthin.

Das Problem: ich habe kein Projekt. Kein einziges. Noch im Bewerbungsgespräch wurde mir das ganz anders versprochen. Von zwei parallel Engagements in Frankfurt und München war da die Rede. Doch dann sagte Kunde 1 kurzfristig ab und Kunde 2 ist noch in der Entscheidungsphase.


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Nur was mache ich jetzt mit der vielen verfügbaren Zeit?

Aus Zeiten am Strand das Beste machen

Im Consulting nennt man sie ‚On the Beach‘, ‚auf der Ersatzbank‘ oder eben ‚Bench-time‘: die Phase während der ein Berater in keinem Kundenprojekt tätig ist. Um eines klarzustellen: Beach-time ist weder ungewöhnlich noch besorgniserregend. Nicht immer gehen Deine Projekte nahtlos ineinander über. Vertagte Kundenentscheidungen, Budget-Repriorisierungen oder auch besondere Marktentwicklungen können dazu führen, dass Du plötzlich ohne Projekt dastehst. Was bleibt ist eine Menge an verfügbarer Zeit. Wie diese also am besten nutzen?

  • Investiere die Zeit in Marketing- & Vertriebsaktivitäten. Genau der richtige Moment, Kontakte aufzufrischen und Ideen zu platzieren.
  • Unterstütze Deine Kollegen in ihren Projekten. Dazu bietest Du zum Beispiel an, eine Präsentation aufzuwerten oder eine Hintergrundrecherche durchzuführen.
  • Forciere Deine Weiterbildung, beispielsweise durch den Besuch von Trainings, Kongressen oder Abendveranstaltungen. Eine ist die Zeit, zu Büchern zu greifen.
  • Publiziere Fachartikel, Blogbeiträge, Whitepapers oder Fallstudien. Deine Artikel musst Du nicht immer sofort platzieren, sondern kannst auf Vorrat arbeiten.
  • Engagiere Dich in internen Projekten wie beispielsweise die Aktualisierung der Unternehmenspräsentation oder der Weiterentwicklung der Onboarding-Prozesse.

Wer nicht merkt, daß er denkt, wenn er denkt, ist reif für eine Denkpause.
– Elias Canetti, bulgarischer Schriftsteller und Aphoristiker

Natürlich ist es immer besser, gar erst nicht in die Situation einer ‚Bench-time‘ zu gelangen. Fasse dazu im letzten Drittel Deines auslaufenden Projektes beim Noch-Auftraggeber nach. Fühle ihm auf den Zahn. Bei welchen Themen verspürt er weiterhin Schmerzen? Was läuft nach dem Projekt für ihn suboptimal?

Sehe Dich zusätzlich nach Neukunden um. Erste Adresse sind Deine Kollegen. Anschließend geht es mit Deinen besten Kontakten weiter. Vielleicht kennt Dein Klient relevante Kollegen, die ebenfalls von Deiner Beratungsleistung profitieren können.

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