„Was haben diese Externen die gesamte Zeit über bloß gemacht?“. Aufgebracht wirft Frau Kütz – interne Projektleiterin des Kunden – den Flipchart Stift auf den Tisch. „Ihr Auftrag lag ganz klar darin, die Prozesslandschaft zu analysieren. Was kann denn dabei so schwer sein?“.

Für Frau Kütz bin ich zwar ein Externer, um mich geht es bei diesem Monolog aber nicht. Stattdessen meint die Projektleiterin zwei Analyse-Berater die – teuer eingekauft – die Geschäftsprozesse untersuchen sollten. Bereit zu helfen und meine Sicht auf die Dinge zu teilen bitte ich Frau Kütz um ihre Aufmerksamkeit.

Von Anbeginn ergebnisorientiert arbeiten

Vielleicht kennst Du das Phänomen der ‚Paralyse durch Analyse‘: ein Sachverhalt wird umfangreich und minutiös unter die Lupe genommen. Jeder Aspekt wird bis ins kleinste Detail beleuchtet. Viel Zeit, Geld und Kraft wird verbraucht, um die perfekte Antwort zu finden. Jedoch bleibt der effektive Nutzen der teuer zu Tage geförderten Fakten weit unter den Erwartungen zurück. Du, Deine Kollegen und der Kunde sind vom Ergebnis enttäuscht.

In Deinen Beratungsprojekten analysierst Du regelmäßig auf verschiedenen Unternehmensebenen in unterschiedlicher Detailtiefe. Mal geht es um die Kostenverteilungen auf die verschiedenen Kundensegmente, dann wieder um die Geschäftsprozesse und die entsprechende Systemunterstützung. Einmal recherchierst Du ausschließlich in Textdokumenten und Tabellenunterlagen, ein anderes Mal dienen Dir Interviews mit diversen Personengruppen als Analysegrundlage.

Essentiell ist hierbei, dass Du Dich nicht von der Datenflut erschlagen lässt, sondern von Beginn an ergebnisorientiert vorgehst.

Der Unterschied von ‚A > B‘ Denke vs. ‚B > A‘ Denke ist entscheidend. Verhindert, dass man sich in Methoden verliert, Pläne braucht um mehr (Schein-)Sicherheit zu haben.
– Matthias Kolbusa, deutscher Denker, Redner und Unternehmer

Definiere direkt am Start das ‚Wozu‘ und ‚Was‘ Deiner Arbeit. Dein Fokus liegt dabei nicht auf der Tätigkeit, dem Planen und der Methodik, sondern auf den Resultaten, den Erkenntnissen und dem Erfolg. Drei Fragen helfen:

  1. Wer braucht die gewonnenen Informationen für welche Aufgaben? (Empfänger)
  2. Welche Informationsbedarfe besitzen diese Akteure? (Analysefragen)
  3. Was sind die zu berücksichtigenden Informationsträger? (Quellen)

Mit den Antworten führst Du Deine Analyse durch. Nach jeder Arbeitseinheit verfügst Du über ein lieferfähiges (Zwischen-)Ergebnis. Das sind entweder vollständige Antworten, Teilantworten oder noch vage Antworten auf die Analysefragen. Mit jeder zusätzlichen Analysestunde reifen Deine Erkenntnisse, kommen neue hinzu bzw. werden alte verworfen. So macht Consulting Spaß und ist gleichzeitig produktiv!


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