Montagmorgen. Besprechung bei Kunde A. Die Kleidung ist Casual, die Stimmung ist gelöst. Mehrere geöffnete Cola-Dosen stehen auf dem Tisch. Für Mittag ist Thai-Food bestellt. Fast könnte ich glauben, ich sei auf einer Party statt auf einem Business-Meeting.

Mittwochnachmittag. Jour Fixe bei Kunde B. Mit Anzug und Kostüm haben sich die Teilnehmer um einen schweren Holztisch versammelt. Das einzige wahrnehmbare Geräusch stammt vom Beamer. Die Stimmung ist schwer, Spannung liegt in der Luft. Punkt 14:00 Uhr erhebt der Projektleiter die Stimme und wir starten in die Aufgabenliste.

Gleiche Stadt, gleiche Branche, zwei verschiedene Kulturen.

Temporäre Integration in die Kultur des Kunden

Sie ist schwer greifbar und meist nicht schriftlich fixiert, umgibt Dich jedoch bei jedem Kunden: die Unternehmenskultur.

Unternehmenskultur? Was ist das?

Als vereinfachende aber pragmatische Definition kannst Du eine Unternehmenskultur als Summe der gelebten und geteilten Werte in einer Organisation verstehen. ‚Gelebt‘ bedeutet, dass Personen nach (nicht notwendigerweise schriftlich festgehaltenen) Werten handeln. ‚Geteilt‘ heißt, dass mehrere Personen die Verhaltensweisen an den Tag legen.

Im Tagesgeschäft hat eine Unternehmenskultur diverse Facetten:

  • Das Vorgehen in Meetings, Workshops, Telefonkonferenzen und anderen Gruppenterminen.
  • Der Umgangston beim Miteinander, persönlich, schriftlich und telefonisch.
  • Das was gesagt und getan wird. Und insbesondere was nicht.
  • Die Prioritäten, Schwerpunkte und Eigenheiten beim Arbeitsprozess.

In der Rolle des externen Beraters wirst Du für eine bestimmte Zeit Teil dieser Kultur. Du integrierst Dich temporär während des Projektes.

Culture eats strategy for breakfast.
– Peter F. Drucker, US-amerikanischer Ökonom

Gerne tragen Firmen ihre Kultur in Hochglanz-Flyern nach außen. Jedoch sind die kommunizierten und gelebten Werte zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Erstere kannst Du nachlesen, letztere erfährst Du bei Interaktionen im Arbeitsalltag.

  • Achte insbesondere in den ersten Projekttagen auf das Verhalten der Kollegen.
  • Stelle Fragen „Wie man hier in der Firma“ zu bestimmten Dingen steht.
  • Berate Dich mit Kollegen die bereits Projekte bei diesem Kunden geleistet haben zur Unternehmenskultur.
  • Spreche den Kunden an, wie er sich ein Vorgehen bzw. Ergebnis vorstellt.

Fördere alle ungeschriebenen Werte, Regeln und Prinzipien bei Deinem Kunden Stück für Stück zu Tage. Und greife Sie in Deinem Beratungsstil für die Zeit im Projekt auf.

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