„Was ist Deiner Ansicht nach das Problem beim Kunden?“. Ich schaue Maik fest in die Augen. Als ein mir zugeordneter Consultant leitet er sein erstes kleines Kundenprojekt.

„Das kann ich Dir sagen.“ entgegnet Maik mit verbindlicher Stimme „Die Herren und Damen können sich einfach nicht entscheiden. Ständig führen wir Grundsatzdiskussionen und kommen einfach nicht zu Potte. Die Angst geht um, falsch zu liegen.“.

Besser entscheiden und tun, als ewig verharren

Wir alle treffen sie hundertfach am Tag, meist unbewusst auf Basis unserer Erfahrung: Entscheidungen. In Beratungsprojekten werden die Entscheidungsprozesse komplizierter. Die Sachlage ist vielschichtig, die Folgen wirtschaftlich bedeutend.

  • Geben wir der modernen aber teuren Kaufsoftware den Zuschlag oder entwickeln wir eine eigene individuelle Behelfslösung.
  • Sollen wir uns für die Produkt-Rollout-Strategie I oder II entscheiden? Oder gleich das Ganze auf das kommende Jahr verschieben?
  • Sind die ausländischen Werke und deren Abteilungen und Prozesse mit im Scope oder fokussieren wir uns zunächst nur auf Deutschland?

Keine Frage: gute Entscheidungen zu fällen, gestaltet sich häufig als herausfordernd. Das Problem: Im Status Quo zu verharren indem nichts entschieden wird ist ebenfalls eine Entscheidung. Meistens jedoch nicht die Beste. Wie Du es drehst und wendest: Du kommst ums Entscheiden bzw. dem Vorbereiten einer Entscheidung für Deinen Kunden nicht herum.

Der echte Charakter liebt die Entscheidung; er legt sich fest, und zwar durch die Tat.
– Martin Kessel, deutscher Schriftsteller

Bevor Du jedoch rein aus dem Bauch heraus entscheidest, solltest Du folgendes tun:

  1. Falls möglich, zerlege die Entscheidung in kleinere Teilentscheidungen.
  2. Fixiere das Ziel, welches Deine (Teil-)Entscheidung bewirken soll.
  3. Analysiere die Optionen und bewerte sie bzgl. ihres Realisierungsaufwandes, der zu Grunde liegenden Annahmen sowie den Konsequenzen.
  4. Entscheide und setze um.
  5. Miss die Zielerreichung nach, überprüfe die Gültigkeit der Annahmen und lerne.

Oft ist es weniger wichtig was Du entscheidest, sondern vielmehr das Du entscheidest. Und anschließend rasch in die Umsetzung kommst. Ob FOR-DEC, Evaluierungsmatrix, oder Logikbaum – die Tools wie Du zu einer Entscheidung gelangst und diese absicherst sind wichtig, ohne Folgen jedoch von einem geringen Wert. Viel bedeutsamer an der Entscheidung ist ihre Durchführung und der damit verbundene Lernprozess.

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