Magst Du gute Designs? Ob Präsentation, Visitenkarte, Geschäftsbrief oder Firmenlogo – ein gutes Designs signalisiert Qualität, Anspruch sowie Professionalität. Es bleibt positiv im Kopf hängen. Nun musst Du nicht gleich Agentur für ein neues Design beauftragen und dafür einen vierstelligen Betrag auf den Tisch legen. Für die ersten Schritte tut es ein Tool wie Canva. Im Beitrag stelle ich Dir die Webvariante des Kreativitätswerkzeugs vor und schildere meine Erfahrungen.


Canva – Designen kann jeder

Bis vor 10 Jahren gab es für Dich beim Wunsch nach einem Business Design nur einen Weg: die Beauftragung einer Design-Agentur. Je nach verfügbaren Budget, Talent und Auftragsklarheit, kreierte diese dann für Dich ein mehr oder weniger zufriedenstellendes Ergebnis. Ob Firmenlogo, Messeflyer, Webseitenlayout oder Geschäftsbrief – professionelle Designarbeit war automatisch Agenturarbeit.

Dann kamen die Online-Anbieter wie 99designs oder DesignCrowd und krempelten den Markt um. Die Plattformer stellen sich zwischen Designer und Kunden, vermitteln Aufträge, steuern den Ablauf und kassieren eine Provision. Das Ergebnis – ansprechend. Die Kosten – oft geringer.

Noch einfacher (und günstiger) geht es mit Canva. Mit der Cloud-Lösung wirst Du selbst zum Designer. Der Begriff Canva leitet sich aus dem englischen Canvas ab, welches für Leinwand, Segeltuch oder Leinen steht. Canva wurde 2012 von Melanie Perkins in Australien gegründet.

Ich habe die Webversion des Kreativitäts-Tools an einem verregneten Wochenende ausprobiert und das Logo für Consulting Life entworfen. 10 Minuten für ein Ergebnis der Güteklasse ‚In Ordnung‘.

Canva
Design des Logos von Consulting Life mit Canva. Links die Vorlagen, rechts der Arbeitsbereich.

Um Canva online zu nutzen und ein erstes Ergebnis zu erstellen sind nicht mehr als 10 Minuten erforderlich.

1. Konto anlegen
Lege auf der Webseite ein Konto mit E-Mail und Passwort an. Gefällt Dir das Tool nicht, so kannst Du Dein Profil mit wenigen Klicks unter Kontoeinstellungen löschen.

2. Design erstellen
Wähle für ein Designtyp eine Vorlage und entwickle auf Basis des Vorschlags Dein Design.

3. Design exportieren
Extrahiere Dein fertiggestelltes Design oder gib einen kostenpflichtigen Druck in Auftrag.

Alternativ lädst Du die Gestaltungs-Software auf Dein Notebook oder Smartphone. Canva unterstützt Microsoft Windows, Apple Mac, Google Android sowie Apple iOS.


Pros – Was für Canva spricht

  • Canva ist funktionsstark
    Bildbearbeitung, Videoeinbettung, Animationsgestaltung und Ergebnisexport – nach knapp 10 Jahren Entwicklungszeit besitzt das Online-Tool zahlreiche ausgereifte Gestaltungs- und Verwaltungsfunktionen.
  • Canva lässt sich kinderleicht bedienen
    Die digitale Do-It-Yourself-Werkstatt ist aufgeräumt und übersichtlich. Alles hat seinen Platz, lässt sich schnell finden und intuitiv einsetzen. Menüführung und Inhalte sind wahlweise auch in deutsch verfügbar.
  • Canva erzeugt schnell erste Ergebnisse
    Ob Präsentation, Grußkarte, Newsletter oder Lebenslauf – dank der zahlreichen Vorlagen hast rasch ein erstes Ergebnis auf dem Tisch. Dieses kannst Du weiter verfeinern oder an eine professionelle Agentur weitergeben.
  • Canva gibt Hilfestellung und Inspiration
    Die Webseite bietet einen umfassenden Design-Wissensfundus. Ob Gestaltung von Speisekarten, Buch-Cover oder Gutscheinen – für fast jeden Anlass findest Du nützliche Lektüre.
  • Canva unterstützt die Teamarbeit
    Lade Kollege ein Dein Design zu sichten, zu kommentieren und zu verändern. Für Kollaborationsfunktionen ist eine kostenpflichtige Nutzungslizenz für die Kollegen erforderlich.

Welche Consutling Aktivität ist Dein persönlicher Favorit?

Ergebnisse

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Cons – Was gegen Canva spricht

  • Canva kostet wiederkehrend
    Canva verfolgt ein Freemium Geschäftsmodell. Möchtest Du Premiumfunktionen,  individuelle Logos sowie zusätzliche Vorlagen und Fotos nutzen, sind monatlich rund 10 Euro fällig. Die Lizenz für weitere Teammitglieder sind günstiger.
  • Canva liefert keine Profi-Designs
    Die Software ist ein Werkzeug, kein Designer. Das Erzeugnis steht und fällt mit Deiner Design-Kompetenz und Tool-Erfahrung. Für erstklassige Resultate führt kein Weg am Profi vorbei.
  • Canava ist keine Textverarbeitung
    Der Schwerpunkt der Software liegt in der Gestaltung. Möchtest Du textstarke Designs wie Präsentationen, Newsletter oder Berichte weiterverarbeiten, musst Du diese exportieren und anschließend importieren. Ein Microsoft Office Verknüpfung habe ich nicht gefunden.
  • Canva bedarf Kreativität und Zeit
    Gestalterische Arbeit ist nicht Jedermanns Sache. Zwar helfen Dir Vorlagen beim schöpferischen Akt, letztlich stehst Du aber selbst an der Werkbank.
  • Canva speichert Daten in der Cloud
    Auch nach langer Recherche in den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen konnte ich nicht feststellen, wo die Server des 2012 gegründeten Anbieters Canva Pty Ltd lokalisierst sind bzw. ob der Dienst die Datenschutz-Grundverordnung vollständig erfüllt.

Fazit

Es muss nicht immer gleich der Gang zur Design-Agentur sein. Canva erlaubt auch Gestaltungsnovizen wie mir eine unkomplizierte Erstellung von akzeptablen Designs. An Top-Ergebnisse geübter Kreativarbeiter mit Adobe InDesign reichen die Self-Made-Ergebnisse natürlich nicht ran. Dafür kannst Du sofort loslegen und besitzt mindestens eine Vorlage für die Vergabe eines Gestaltungsauftrages.


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Bonusmaterial

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Ziovo: How To Use Canva For BEGINNERS! (10 min) – Webvariante des Tools am Beispiel erklärt

  • Achim Schaffrinna: Design Tagebuch – empfehlenswerte Webseite rund um Firmen- und Produktdesigns

Zuletzt aktualisiert am 23. April 2021 durch Dr. Christopher Schulz

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