Spielst Du mit dem Gedanken Unternehmensberater zu werden? Dann bietet Dir die Studentische Beratung Deiner Hochschule bzw. Uni eine interessante Option Praxisluft zu schnuppern und obendrein mit verschiedenen Unternehmen auf Tuchfühlung zu gehen. Auch Consulting Firmen suchen den Kontakt zu Studentischen Beratungen. Hauptgrund: bei den Jungberatern finden sie passionierte Nachwuchskräfte wie Dich. Doch es gibt noch weitere Gründe die Studentische Beratungen für Consultancies interessant machen. Welche das sind und wie Du durch eine Studentische Beratung Deinem Consulting Traumjob einen Schritt näher kommst, erfährst Du nachfolgend.


Für Beratungen lohnt sich die Zusammenarbeit mit Juniorkollegen an den Unis

Keine Frage: Die Studentische Beratungen an Deiner Hochschule oder Universität bietet Dir eine prima Einstiegsmöglichkeit in das Consulting Metier. Du lernst wie ein Unternehmensberater zu arbeiten, knüpfst wertvolle Kontakte zu Firmen und studentischen Mitstreitern und besserst ganz nebenbei Dein Kontostand auf. Und ob das nicht schon genug wäre prüfst Du zudem, ob für Dich der Beruf des Consultants überhaupt in Frage kommt (siehe auch Studentische Unternehmensberatungen – Spielwiese für angehende Consultants)

Soviel zu Deiner Perspektive. Doch was treibt Unternehmensberatungen dazu den Schulterschluss zu den über 120 in Deutschland ansässigen studentischen Beratungen zu suchen?

Erneut möchte ich in diesem Beitrag wieder die Perspektive einer Consultancy einnehmen, live vom Backstage Bereich berichten. Aus drei Gründen lohnt sich für Beratungen das Engagement bei den Studierenden:

  • Mitarbeiterrekrutierung
    Der Hauptgrund für Beratungen ist der Zugang zu einem hochrelevanten Pool potentieller Mitarbeiter. Als studentischer Berater hast Du Dir bereits methodische, fachliche und soziale Consulting Kompetenzen angeeignet und in echten Kundenprojekten unter Beweis gestellt. Beratung – das ist Dein Ding und das wissen die Firmen auch.
  • Wissenstransfer
    Beim regelmäßigen Austausch mit der Studentenschaft lernen die Personalreferenten einer Consultancy eine Menge über die aktuelle Bewerbergeneration. Welches Jobeigenschaften ist angehenden Junior Consultants wichtig? Was schätzen Absolventen bei einer Beratung? Was versteht Young Professionals unter Work-Life-Balance? Die enge Interaktion dient gleichzeitig als Inspirationsquelle. Mit Deinen Kommilitonen bringst Du frische Gedanken ein, sorgst für Denkanstöße und bereicherst durch die unkonventionelle Art.
  • Markenbildung
    Unterstützt eine Consultancy eine Studentische Beratung, dann wird diese offiziell als Partner bzw. Sponsor genannt. Offiziell gemacht wird dies meist durch ein Unterstützer-Logo auf der Studenten-Webseite , manchmal auch in Printartikeln, Flyern, Broschüren, etc.. Eine Beratung kann sich fortan brüsten, den Nachwuchs zu fördern.

Einige Studentische Beratungen räumen ihren Partnern aus der Industrie zusätzlich Zugriff auf das Alumni-Netzwerk, den internen E-Mailverteiler oder ihre kooperierenden Studierenden Consultancies ein. Vorteil für die Vollzeit-Beratungen: die Anzahl an möglichen zukünftigen Mitarbeiter vergrößert sich auf einen Schlag.

Die Unternehmensberatungen sind dabei nicht die einzigen, die ein Interesse an einer Studentischen Beratung hegen und mit dieser gemeinsame Sache machen wollen. Auch Software Tool-Hersteller, Marketing-Dienstleister, Recruiting Plattformen oder  Universitätsprofessoren suchen aus individuellen Gründen ebenfalls den Austausch zu den smarten Jungberatern.


Das Leistungsspektrum einer Consultancy gegenüber studierenden Beratern ist vielfältig

Wie hilft nun eine Consultancy ihrem studentischen Partner? In der Praxis findet Du hierfür mehrere Ansätze:

  • Durchführung von Trainings & Fortbildungsschulungen zu Consulting Skills, Fachthemen, der Bewerbung bei Unternehmensberatungen, etc.
  • Einladungen zu Veranstaltung wie Consulting Workshops, Karrieremessen, Recruiting Events, Themenabenden, etc.
  • Ausschreibung von Beraterpositionen wie Praktikas, Werkstudententätigkeiten, Abschlussarbeiten oder Festeinstellungen
  • Vermittlung von Consulting Projekten sowohl Consultancy-intern als auch bei Firmenpartnern oder -kunden.
  • Unterstützung der Studentische Beratung wie Geldspenden, Finanzierung des IT-Equipments, Zuschüsse bei Kundenreisen, Sponsoring von Vereinsevents, etc.

Kleine Feinheit: Eine Beratung tritt als Sponsor auf, falls die Studentische Beratung von ihr ausschließlich finanzielle Zuwendung erhält. Bei einer Partnerschaft besteht hingegen eine Zusammenarbeit, beispielsweise in Form gemeinsamer Beratungsprojekte, der Weiterbildung oder einer Feldstudie.

Im Rahmen einer Zusammenarbeit ist es wahrscheinlich, dass Dich eine Consultancy früher oder später individuell anspricht und zu Einreichung Deiner Bewerbungsunterlagen auffordert. Je nachdem, wie lange Du die vollberuflichen Consultants bereits kennst, ist auch eine direkte Einladung in ein Job Interview, ein Assessment Center oder einem Telefoninterview möglich. Ob Du auf die Opportunitäten eingehst hängt von Dir ab. Ich empfehle die Gelegenheit am Schopf zu packen und Erfahrungen im Einstellungsprozess, der Unternehmenskultur und internen Abläufe der Partnerberatung zu sammeln.


Seniorberatung sucht Juniorberatung und umgekehrt

Eine Partnerschaftsgesuch kann von den Studentischen Beratungen und der Consultancy ausgehen. Meist besteht bereits eine persönliche Beziehung, beispielsweise durch einen ehemaligen studentischen Berater der nun als Vollzeitberater arbeitet und Verbindung mit seinem Ex-Verein aus Studentenzeiten aufsucht. In einem ersten gemeinsamen Event wird dann zunächst die Partnerschaft angetestet und das Zusammenarbeitsmodell ausgelotet. Profitieren beide Seiten und fühlen sich mit der Kooperation wohl, dann wird die Zusammenarbeit verstetigt.

Studentische Beratung und Vollzeitberatung achten darauf nicht in Konkurrenz zu stehen. Das gilt auch für die Partnerwahl. Daher: eine Studi-Beratung kooperiert meist nur mit einer Change Management, einer Prozess, einer IT bzw. einer Strategie Consultancy.


Bewerbung im Consulting - Was benötigst Du zusätzlich?

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Q&A – die Studentische Beratung

Frage 1 – Erhöhe ich durch die Teilnahme in einer Studentischen Beratung meine Einstellungschancen bei einer richtigen Consultancy?
Auf jeden Fall. Beratungen sehen es sehr gerne, falls Du längere Zeit in einer Studi-Beratung mitgewirkt hast, vielleicht dort sogar einen wichtigen Posten inne hattest (z.B. Vorstand, Finanz-Verantwortlicher). Nicht nur Deine Wahrscheinlichkeit auf eine Zusage Deiner Bewerbung steigen. Auch stehen die Chancen nicht schlecht, dass Du bereits auf Consultant-Level in der Hierarchie der Beratung einsteigst.

Frage 2 – Mit welchen Consultancies komme ich bei einer Studentischen Beratung in Kontakt?
Meist kooperieren mittlere und große internationale Unternehmensberatungen mit den Consulting Ablegern an den Unis. Die großen Firmen haben die notwendigen Ressourcen und sind zudem in jeder Region auf der Suche nach Mitarbeitern.

Frage 3 – Welche Relevanz haben meine bei der studentischen Beratung vorangetriebenen Projekte auf meine Bewerbung?
Consultancies in der Wirtschaft sind insbesondere an Deinen methodischen und sozialen Fähigkeiten interessiert. Deine in den studentischen Beratungsprojekten gewonnenen fachlichen Kenntnisse zählen ebenfalls, doch aus meiner Erfahrung deutlich weniger. Mein Tipp: Lege den Fokus auf Methodik und Zwischenmenschliches und ergänze das Fachwissen später als festangestellter Consultant.


Fazit

Für Dich ist eine Studentische Beratung ein klasse Vehikel um Beratungserfahrung zu sammeln und nach Deiner Ausbildung an einen attraktiven Job zu gelangen (siehe Wenn Studenten Unternehmen beraten – Academy Consult im Interview). Wiederum sind für die Consultancies die studentischen Organisationen attraktive Keimzellen zukünftiger Mitarbeiter. Statt irgendwo nach Bewerbern zu fischen such sie dort, wo bereits Berater arbeiten. Der dritte Sieger im Bunde sind die Beratungskunden. Diese profitieren von unkonventionellen Impulsen motivierter und gut organisierter Studis. Eine Win-Win-Win Situation.


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