„Ich könnte mir vorstellen, dass Sie bei uns intern als Teamleiter einsteigen. Bei Ihrem Einsatz und Ihrer Kompetenz sollten Sie es rasch zum Unterabteilungsleiter bringen.“.  Hast Du solche Worte im Consulting Projekt schon einmal gehört? Klarer Fall: Ein Jobangebot vom Beratungskunden. Wie Du jetzt geschickt reagierst und die Beziehung zum Kunden festigst zeige ich Dir nachfolgend.


Karriere heißt, wenn man gefragt ist – das Stellenangebot vom Kunden

Kompliment! Dein aktueller Beratungskunde bietet Dir eine Festanstellung in seiner Firma. Dieses Angebot zeugt…

  • von seinem Vertrauen in Deine Kompetenz und Dein Wachstumspotential,
  • Deiner persönlichen Passung zum Klienten und seiner Organisation und
  • streichelt obendrein Dein Ego den Kunden gut zu beraten.

An dieser Stelle hast Du zwei Möglichkeiten: Die Jobofferte annehmen oder ablehnen. Eigentlich ein Luxusproblem, oder? Egal, schauen wir uns beide Optionen sowie taktisch durchdachte Reaktionsketten an.


Letzte Aktualisierung am 28.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



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Option 1: das Jobangebot annehmen

Im Fall 1 entscheidest Du Dich pro Offerte, da…

  • Du die Kundenorganisation inklusive Ihrer wahren Kultur und Menschen kennst,
  • sich Nachteile Deines Beraterlebens wie Reisetätigkeit und Überstunden reduzieren,
  • Du weiter oben als die unbekannte Bewerberin in der Unternehmenshierarchie einsteigst bzw.
  • ein spannendes Vergütungspaket auf Dich wartet, speziell bei Berechnung des Netto-Stundensatzes.

Dein Vorteil: Du bist in einer guten Verhandlungsposition. Der Kunde will Deine Arbeitskraft – die attraktive Alternative ist für Dich die bestehende Consulting Anstellung. Deine Reaktionskette ist damit klar.

  1. Vorschlag anhören und Kunden danken
  2. Bedenkzeit einfordern
  3. Consulting Stelle mit Festanstellung vergleichen und Bewerbungsablauf nachvollziehen 
  4. Jobangebot ggf. nachverhandeln und schließlich annehmen

Hilfreich für diese Ja-Nein-Entscheidung sind Techniken wie die Gegenüberstellung, PMI Methode oder Benjamin Franklin Methode.

Obacht: Nur weil Dein Kundenkontakt Dir eine Stelle bei sich andient, heißt das nicht, dass Du diese ohne weiteres bekommst. In der Regel steht davor ein eingekürztes Bewerbungsverfahren, getragen von der Empfehlung des Kunden. Bei großen Unternehmen fällt die bevorstehende Prozedur weiterhin mehrstufig aus und kann sich über Wochen hinziehen.


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WiFo to go: 12 Zeichen, ein Jobangebot nicht anzunehmen! (4 min) – 12 Indikatoren eine Stellenofferte auszuschlagen


Option 2: Das Jobangebot ablehnen

Im Fall 2 votierst Du contra Stellenangebot, da…

  • Du (noch) nicht mit einem Unternehmen eine feste Bindung eingehen möchtest,
  • harte Faktoren wie Gehalt, Wachstumsaussichten, Arbeitsinhalte etc. missfallen,
  • Dir weiche Faktoren wie Kultur, Vorgesetzte, Kollegen etc. nicht zusagen oder
  • Du kurz vor einem Karriereschritt bei Deiner aktuellen Beratung stehst.

Jetzt heißt es ablehnen – und das ohne Kundenbeziehung nachhaltig Schaden davonträgt. Deine Reaktionskette gestaltet sich daher wie folgt.

  1. Vorschlag anhören und Kunden danken
  2. Bedenkzeit einfordern
  3. Angebot mit einer für den Kunden nachvollziehbaren Begründung ablehnen
  4. Loyalität und zukünftige Unterstützung zu konkreten Themen zusagen

Fordere immer Bedenkzeit ein, selbst wenn Du ohne Nachdenken absagen könntest. Deine (vorgegebene) ausführliche Beschäftigung mit dem Jobangebot signalisiert seinen hohen persönlichen Stellwert. Obendrein nutzt Du die freigespielte Zeit zum Finden von ein bis zwei glaubhaften Beweggründen nebst Vorschlägen für gemeinsame nächste Schritte.

Apropos Begründung: Passend sind Sätze wie…

  • „Bevor ich mich für ein Unternehmen entscheide möchte ich mehrere Organisationen kennenlernen. Das erworbene Knowhow bringe ich gerne bei Ihnen ein.“ oder
  • „Momentan verstehe ich mich als Brückenbauer zwischen den Unternehmen. Ich möchte meine Beratungsthemen möglichst vielen Personen zugänglich machen und gemeinsam weiterentwickeln.“

geäußert 1 bis 2 Tage nach der Anfrage im persönlichen Gespräch oder per Telefon. Höflich und selbstbewusst. Schließlich sieht man sich immer zweimal im Leben bzw. bereits im nächsten Projektmeeting.

Übrigens: Nur weil Du die Offerte aktuell zurückweist, heißt das nicht, dass Du automatisch für immer ablehnen wirst. Gerne kannst Du Brücken bauen, beispielsweise ein erneutes Gespräch in 6 Monaten ins Spiel bringen. Proaktiv und zukunftsorientiert, statt entschuldigend und nach Rechtfertigungen suchend.


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Fazit

In meiner Consulting Laufbahn haben mir drei Kunden einen Job angeboten. Dreimal habe ich die Offerte angehört und dreimal abgelehnt. Bei allein drei Kundenunternehmen bin ich weiterhin zugegen. Inzwischen sind die Stellenvorschläge seltener geworden, was sicherlich an meinem vorgerückten Alter als Unternehmensberater liegt.

Ein Jobangebot vom Beratungskunden ist immer ein Anlass zur Selbstreflexion. Mag ich mein Beraterdasein noch? Oder will ich mich in einem Industriezweig spezialisieren und aufsteigen? Mein Tipp: Nutze den externen Auslöser und hinterfrage Deine bisher eingeschlagene Laufbahn. Entscheide, wie es Dir passt. Du schuldest Deinem Beratungskunden den Projekterfolg, keinen neuen Mitarbeiter.


> Jobangebot vom Beratungskunden – welche Taktiken verfolgst Du bei der Interaktion mit dem Kunden? 
Gerne Deine Hinweise als Kommentar.

 

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