Es liest sich verlockend: Discount Consulting nach dem ALDI-Prinzip. Für den Beratungskunden gehen die Preise runter, für Dich geht das Projektvolumen hoch. Möglich macht es Low Cost Consulting. Doch funktionieren geringe Tagessätze überhaupt in einer personal- und damit kostenintensiven Dienstleistungsbranche? Nachfolgend wichtige Kostenhebel eines Beratungshauses sowie Maßnahmen, wie Du diese in Bewegung setzt. Drücke gezielt Deine Kosten und mache preissensiblen Kunden ein Beratungsangebot, welches sie einfach nicht ablehnen können.


Low Cost Consulting – Kostentreiber erkennen und reduzieren

Eines vorweg: Low Cost Consulting funktioniert nur, wenn Du die Kostenhebel in einer Unternehmensberatung kennst. Zentrale Frage:

“Worin bestehen die wesentlichen Kostenhebel eines Beratungsunternehmens?”

Struktur bei dieser Analyse geben das Geschäftsmodell und die Wertschöpfung. Beides habe ich in nachfolgender Mind Map zusammengedampft.

Low Cost Consulting
Kostenhebel eines Beratungsunternehmens entlang seiner Wertschöpfung

Eine Beratung ist ein Unternehmen und besitzt Fixkosten. Die Ausarbeitung und Bekanntmachung von Beratungsangeboten versursacht variable Kosten, genauso wie eine sich anschließende Akquise sowie das Projekt. In all diesen Phasen existieren Kostenhebel die Du nun kennst und in Deinem Sinne verschieben kannst.

Entscheide selbst, welchen Hebel Du umlegst und was Du mit denen gehobenen Kostenvorteilen machst: attraktivere Tagessätze oder höhere Gewinne?


Fixkosten so gering wie nötig halten

  • Überlege Dir wie an welchem Standort Du Dein Büro aus logistischen, steuerlichen bzw. prestigeträchtigen Gesichtspunkten aufschlägst. Mit meiner Firma nutze ich ein virtuelles Office in der Steuerspargemeinde Gräfelfing.
  • Müssen es wirklich 400qm Bürofläche inklusive 20 Parkplätze sein, oder tut es nicht die Hälfte? Die Corona-Krise zeigte, das Consulting auch prima von zu Hause aus funktioniert.
  • Das nie genutzte Software-Abo. Der überflüssige Mitgliedsbeitrag. Die obsolet gewordene BahnCard 100. Wirf in regelmäßigen Abständen einen Blick auf wiederkehrende Ausgaben und schmeiße alles über Bord, was Du in den letzten 12 Monaten nicht genutzt hast.

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Marketingkosten bewusst eingehen

  • Konferenzvortrag? Blogpost? Oder doch lieber gleich der eigene Podcast? Investiere dort in Dein Marketing, wo sich Deine Zielgruppe befindet. Optimiere nach Reichweite und Kontaktintensität.
  • Aus der Tonspur eines Videobeitrags lässt sich oft ein prima Podcast machen. Ein Fachartikel fungiert als initiales Skript für ein Webinar. Setze bei den Veröffentlichung auf das Prinzip Wiederverwendung.
  • Synergie ist Trumpf – verknüpfe die Themenentwicklung neuer Beratungsangebot immer mit bestehenden Aktivitäten. Im Idealfall qualifiziert Dich Dein Projekt von Heute für die Consulting Aufträge von Morgen.

Der Consulting Tagessatz...

Ergebnisse

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Akquisekosten durch Standards reduzieren

  • Je standardisierter Dein Beratungsangebot, desto kostengünstiger der Angebotsprozess. Setze auf Standard Consulting Produkte für den Einstieg bei Neukunden.
  • Spare mit wiederverwendbaren Modulen Zeit bei der Angebotslegung. So nutze ich für Consulting Offerten einen Master-Foliensatz den ich auf die Kundenanfrage effizient zurechttrimme.
  • Standardisiere Dein Vorgehen bei der Akquise noch weiter. Nutze dazu bewährte Checklisten, Vorlagen sowie Fragenkataloge.

Projektkosten systematisch nach unten schrauben

  • Durch StandardisierungAutomatisierung und Wiederverwendung senkst Du Deine Projektaufwände und damit die Projektkosten. Consulting Methoden, Tools und Templates entlasten Dich, Deinen Zeitbedarf und mithin Deine Kosten.
  • Bei langer Laufzeit und hohem Volumen profitierst Du im Beratungsprojekt von den Skaleneffekte, Verbundeffekte und Lerneffekte. Deine Kosten sinken. Ganz von selbst.
  • Seit Covid-19 heißt Unternehmensberatung nicht mehr automatisch auch Dienstreise. Vieles geht im Remote Consulting. Du sparst Zeit, Geld und Nerven. Dein Kunde freut sich über bessere Tagessätze.
  • Nicht alles musst Du im Consulting Projekt selbst machen, Stichwort Self Consulting. Oft ist es schneller, verbindlicher und einfacher, wenn der Kunde Hand selbst anlegt. Seine Beistellleistungen reduzieren Deinen Aufwand und Deine Beratungskosten.
  • Nach über 13 Jahren im Beratungsgeschäft fällt mir auf: Großer Aufwandstreiber in Projekten sind die sozialen, prozessualen und technischen Schnittstellen. Ein Minimieren der Abhängigkeiten bedeutet gleichzeitig ein Minimieren Deiner Kosten.
  • Ein Beratungskollege wohnt in der Schweiz und berät häufig Firmen in Deutschland. Zwar sind seine Lebenshaltungskosten leicht höher, dafür fällt seine steuerliche Belastungen deutlich geringer aus. Scheust Du den Umzug, zeigt Dir Weniger Steuern & Mehr Vermögen eine Alternative Deine staatliche Abgabelast und damit Deine Kosten zu senken.

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Die Beratungskosten noch weiter drücken

  • Ob Landes-, Bundes- oder EU-Zuschüsse – Kundenunternehmen können sich ihre Beratung subventionieren lassen und damit noch ein klein wenig mehr an Deiner Consulting Kostenschraube drehen.
  • Setze die Kosten für Deine Beratung immer in Bezug zur Außenwelt. Was kostet das Projekt mit internen Mitarbeitern? Welchen Preis ruft ein Wettbewerber aus? Wie sind die laufenden Investitionen, falls nichts passiert, der Kunde beim Status Quo bleibt?
  • Überlege Dir, welche der Aktivitäten Deiner Wertschöpfung von Dritten günstiger erbracht werden können. Werkstudenten, Virtual Assistant, Crowd Worker – es gibt viele Möglichkeiten die Gestehungskosten zu senken.

Bonusmaterial


Dein Low Cost Consulting Tipp

> Welche Beratungskosten lassen sich noch weiter drücken?
Gerne Deine Hinweise als Kommentar!

Zuletzt aktualisiert am 19. November 2021 durch Dr. Christopher Schulz

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