Mind Map

Die Mind Map – Fakten visuell und hierarchisch strukturieren

Als Kreativmanager, Analyst oder Wissensarbeiter bzw. deren Berater bist Du mit folgenden Fragen konfrontiert:

  • Welche Technik erlaubt uns in einer Kreativsitzung bildhaft weitere Ideen oder Gedanken zu erschließen?
  • Wie können wir eine große Menge an Informationen in einer gehirn-gerechten Abbildung organisieren?
  • Auf welche Weise lassen sich Fakten in einer einfach merkbaren Darstellung zusammenfassen?

Unterstützung findest Du in der Mind Map und dem Verfahren des Mind Mappings.


Ergebnis: Informationen in einer hierarchischen Baumstruktur erzeugt und angeordnet

Teilnehmer: mind. 1

Dauer: 10 – 60 Minuten (je Menge der Informationen)

Utensilien: Whiteboard/Flipchart/Metaplan-Wand, Klebezettel/Moderationskarten & Stift oder Notebook & Office Software/Mind Mapping Software


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Zweck

Eine Mind Map erlaubt Dir Informationen zu einer Sache zu generieren und diese gut strukturiert, einfach verständlich und grafisch eingängig aufzubereiten. Der Diagrammtyp verbindet ein zentrales Hauptthema hierarchisch mit verwandten Teilthemen.

Die dazugehörige Arbeits- und Darstellungsmethode heißt Mind Mapping und verknüpft sprachlich-logisches mit intuitiv-bildhaftem Denken der linken und rechten Gehirnhälfte des Menschen.

Ob allein oder im Team – viel mehr als Zettel und Stift benötigst Du nicht, um mit dem Mind Mapping zu einem beliebigen Thema zu beginnen. Nutze die eingesetzte Mind Map als…

  • strukturierende Klassifikations-, Kommunikations- und Dokumentationstechnik,
  • visuelle Lern-, Analyse- und Merkhilfe oder
  • kreative Arbeitsgrundlage für Ideenentwicklung, Problemlösung und Designkonzeption.

Bei Fließtexten sind viele Worte überflüssig. Eine Mind Map konzentriert sich auf die wesentlichen Schlüsselbegriffe und ordnet dieses merkbar in einer runden und gleichzeitig dynamischen Baumstruktur an.

Synonyme für Mind Map sind alternative Schreibweisen wie Mindmap bzw. Mind-Map oder deutsche Übersetzungen wie Gedanken(land)karte, Gedächtnis(land)karte bzw. Ideen(land)karte.


Aufbau


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Hauptthema – „Um welchen zentralen Begriff dreht sich die Mind Map?“

Im Zentrum der Mind Map – und damit der Aufmerksamkeit – steht das Hauptthema (auch Oberbegriff, Grundidee, Problemstellung, Frage oder Aufgabe). Formuliere knapp mit einem einprägsamen Schlüsselwort, selbstgezeichneten Bild bzw. markanten Symbol. Umrahme oder nutze eine hervorstechende Hintergrundfarbe.

Das Hauptthema ist mit jedem Teilthema direkt oder indirekt (über Zwischenteilthemen) verbunden.

Mind Map
Struktur und Elemente der Mind Map

Teilthemen – „Welche Aspekte stehen mit dem Hauptthema in Verbindung?“

Hierarchisch absteigend positionierst Du kreisförmig um das Hauptthema relevante Teilthemen (Unterthemen, Ideen, Aspekte oder Teilfragen). Nutze erneut nur Schlagworte bzw. kurze Ausdrücke, Bilder oder Symbole.

Ein Teilthema sollte entweder gar kein oder mindestens zwei weitere Teilthemen besitzen. Achte darauf, dass ein Teilthema immer im (un)mittelbaren Zusammenhang zum Hauptthema steht.

Verbindungen – „Wie ist die Verbindung von einem Teilthema zum Hauptthema?“

Verknüpfe das Hauptthema und die Teilthemen bzw. die Teilthemen untereinander mit Verbindungen (auch Zweige, Äste oder Kanten). Diese Teilthemen verzweigen sich immer tiefer, werden dabei spezifischer und unwichtiger.

Hartgesottene Mind Mapper empfehlen die Teilthemen direkt auf die Zweige zu notieren und diese damit nicht visuell voneinander zu isolieren. Zwar spart das etwas Platz, jedoch lässt sich eine Struktur nicht so einfach anpassen, falls neue Aspekte hinzukommen bestehende wegfallen.

Querverbindungen – „Wie stehen die Teilthemen untereinander in Verbindung?“

Zusätzlich kannst Du Querverbindungen (auch Assoziationen oder Relationen) zwischen den Teilthemen durch Pfeile einführen. Hier gilt: Weniger ist Mehr. Die Mind Map sollte ihre hierarchisch-ordnende Struktur nicht aufgeben und zum chaotischen Netz mutieren.

Versehe Deine Mind Map mit Meta-Informationen. Neben einem prägnanten Titel sind das Angaben zu den Autoren sowie das Datum der letzten Aktualisierung


Anwendung

Als Dokumentations- und Kreativtechnik eignet sich das Mind Mapping (auch Mindmapping) sowohl für die Solo- als auch die Gruppenanwendung.

1. Definieren

Fixiere das Ziel und die Empfänger der Mind Map. Definiere zudem das Hauptthema und notiere dieses zentral auf der Karte.

2. Entwickeln

Nutze nicht-lineare Kreativitätstechniken wie die 6-3-5 Methode oder das Brainstorming und entwickle eine Menge von Ideen zum Hauptthema.

Strukturiere anschließend die Mind Map, beginnend vom Allgemeinen bis zum Spezifischen.
Während der Verbindungsarbeit kommst Du auf weitere Ideen, die Du erneut in die immer dichter werdende Mind Map einwebst. Deine Karte ist nicht statisch, sondern ändert mit jedem Teilthema bzw. Verbindung ihren Aufbau.

3. Einsetzen

Prüfe die resultierende Mind Map.

  • Ist die Karte ausgewogen? Oder existiert eine Unwucht zu thematischen Schwerpunkten?
  • Sollten die Verbindungen zwischen den Teilthemen angepasst oder gar neu arrangiert werden?
  • Welche Querverbindungen sind tatsächlich sinnvoll?

Nutze die validierte Karte zur Ergebnispräsentation, Aufgabenverteilung oder Entscheidungsfindung.

Eine Mind Map ist selten wirklich fertig. Vielmehr handelt es sich eine Momentaufnahme einer im Fluss befindlichen Themenstellung. Durchlaufe daher die Schritte 2 bis 3 bei Bedarf erneut.


Beispiele

Mind Mapping im Consulting

In der Beratung von Unternehmen bieten sich Dir zahlreiche Gelegenheiten für Entwicklung und Einsatz einer Mind Map. Eine Auswahl:

Mind Map
Anwendungsfelder einer Mind Map dargestellt als Mind Map

Vor- & Nachteile

Pro

  • Die Mind Map ist ein verbreiteter und akzeptierter Analyse-, Konzeptions- und Darstellungstyp in der Geschäftswelt. Viele nutzen sie, noch viel mehr kennen sie.
  • Mind Mapping nutzt die volle Bandbreite der Fähigkeiten des menschlichen Gehirns wie Wort, Bild, Zahl, Logik, Rhythmus, Farbe und räumliches Bewusstsein.
  • Mind Mapping und die resultierende Mind Map aktiviert das Gehirn. Die Zusammenarbeit logischer und kreativer Elemente optimiert Deine geistige Leistungsfähigkeit.
  • Eine Visualisierung lässt sich einfacher merken als (strukturierter) Fließtext. Die von einer Mind Map verwendeten Symbole, Verbindungen und Bilder fördern das Erinnerungsvermögen.
  • Das Konzept erlaubt Dir neue Informationen schnell und einfach einzufügen. Die Kernordnung bleibt stabil. Auch bleibt die Mind Map weiterhin übersichtlich.
  • Im Gegensatz zur monotonen linearen Struktur von textuellen Aufzeichnungen, bietet die vernetzte Struktur einer Mind Map bereits nach wenigen Sekunden einen guten Gesamtüberblick über die Themenschwerpunkte.

Contra

  • Die kontinuierliche Aufgabe der Strukturierung kann Deine Kreativität hemmen. Statt auf neuer Ideen liegt Dein Fokus auf (Re-)Positionierung und (Neu-)Verbindung der Elemente.
  • Durch die Begrenzung auf Schlüsselbegriffe besitzt eine Mind Map gerade bei vielschichtigen Themen einen Interpretationsspielraum. Steuere hier mit einem Begriffsverzeichnis oder einem Klassendiagramm dagegen.
  • Die gewählten Begriffe und Struktur einer Mind Map hängen maßgeblich von den Autoren ab. Die Gefahr besteht, dass die Karte zu individuell wird und ohne Erklärung für Außenstehende nicht zu verstehen ist.
  • Dynamische Wechselwirkungen und zeitliche Abhängigkeiten lassen sich mit dem mono-hierarchischen Baumstruktur des Werkzeugs schwer bis gar nicht erfassen.
  • Eine Mind Map – insbesondere als Abbildung oder im speziellen Dateiformat eines Tools – lässt sich nicht so gut weiterverarbeiten wie ein Office Fließtext.

Praxistipps

Tipp 1 – Mit Abbildungen unvergesslich machen

Erweitere die Ausdrucksmächtigkeit und Merkbarkeit Deiner Mind Map durch zusätzliche visuelle Elemente wie Farbe, Schrift, Umrandungen oder Schraffierungen. Einige Anregungen:

  • Du färbst die Teilthemen gemäß ihrer Kritikalität in rot, gelb oder grün.
  • Du notierst Vermutungen in kursiv und bestätigte Fakten in fett.
  • Nutze eine unterschiedliche Strichstärke für die Verbindungen und visualisiere damit die Ebene der Karte.

Verpasse Deiner Mind Map eine Legende, falls sich der Sinn eines visuellen Stilmittels für den Leser nicht sofort erschließt.

Tipp 2 – Themenposition mit Bedeutung versehen

Eine weitere Ergänzung des Mind Map Konzepts besteht in der semantischen Anreicherung der Position eines Teilthemas.

Beispielsweises gruppierst Du alle organisatorischen Aspekte links vom Hauptthema. Alle prozessualen Teilthemen stehen hingegen rechts, alle technischen unter bzw. alle gesetzlichen Ideen über dem Hauptbegriff.

Tipp 3 – Zusammengesetzte Begriffe auflösen

Breche zusammengesetzte Begriffe auf und belebe damit die Kreativität neu. So untergliederst Du zum Beispiel den Begriff ‚Projektmanagement‘ in folgende Teilthemen:

Tipp 4 – Bewusst für digital oder analog entscheiden

Mind Mapping mit Stift und Papier oder doch lieber modern digital per Software?

Nutze elektronische Fassung einer Mind Map immer dann, wenn die Kreativität nicht im Vordergrund steht und Du allein arbeitest. Typische Anwendungsfälle sind Mitschriften, Folienerstellung oder Dokumentenzusammenfassungen.

Geht es hingegen darum im Team maximal viele Vorschläge zu generieren, nutzt Du die klassische Variante mit Stiften und Papier.

Tipp 5 – Mit der Mind Map Geschichten erzählen

Eine Mind Map wird dann besonders wertvoll, wenn Du entlang ihrer Teilthemen und Verbindungen eine Story erzählen kannst. Jedes Element hat seinen Platz, besitzt einen Vorgänger bzw. Nachfolger. Zudem lässt sich die Karte einfacher kommunizieren und ist besser merkbar.

Aufgrund fehlender Linearität eignet sich die Mind Map für Reden, Vorträge und Präsentationen weniger gut.

Tipp 6 – Auf einen etablierten Rahmen setzen

Du möchtest das Deine Mind Map eindeutig, verständlich und sachlich ist und vom Leser akzeptiert wird? Nutze einen etablierten Rahmen für die Teilthemen. Einige Anregungen:

  • Für die Umfeldanalyse geeignet sind die sechs Felder des PESTEL Framworks.
  • Bei einer Branchenstrukturbetrachtung verwendest Du als Teilthemen die fünf Kräfte aus dem Five Force Modell.
  • Bei einer Wertschöpfungsuntersuchung sind die sieben Variablen des 7-S Frameworks sinnvoll.

Lesetipp

Auf über 300 Seiten findest Du im Das Mind-Map-Buch: Die beste Methode zur Steigerung Ihres geistigen Potenzials* (fast) alles zum Konzept und seinen Anwendungsfeldern. Der Ratgeber stammt vom Erfinder Tony Buzan.

Tooltipp

Das Konzept der Mind Map ist extrem bekannt. So ist es wenig verwunderlich, dass über die Zeit zahlreiche Tools für alle gängigen Betriebssysteme am Softwaremarkt verfügbar sind. Vorteil einer digitalen Fassung ist die beliebige Größe sowie die rasche Veränderbarkeit.

Eine exemplarische und wertneutrale Aufzählung:

Auf der Webseite mindmapping.com findest Du Tests von Windows, Mac und Online Mind Mapping Programmen. Auch t3n bietet Dir einen Überblick über aktuelle webbasierte Tools.


Ursprung

Schöpfer der Mind Map ist der Brite Tony Buzan. Auf der Grundlage von gehirnpsychologischen Hypothesen ersann der Autor, Redner und Trainer in den 1960er Jahren das Mind Mapping Konzept. 1971 gründete Buzan das Unternehmen Buzan World.

Die inzwischen unter den Namen Tony Buzan Group umgetaufte Firma verfolgt heute Weiterbildungsprogramme und Wettbewerbe für Mind Mapping, Schnelllesen sowie Gedächtnistraining.

Eine Johns Hopkins-Studie bestätigt die Theorie von Tony Buzan: Die Noten von Schülern verbesserten sich um 12% durch die Nutzung von MindMaps.


Bonusmaterial

Tony Buzan, TEDx Talks: The Power of a Mind to Map: Tony Buzan at TEDxSquareMile (19,5 Minuten) – der Erfinder stellt seine Methode und ihre Vorzüge vor

simpleClub: Mindmaps – Zusammenhänge besser behalten (3,5 min) – das Konzept am Beispiel erklärt

Letzte Aktualisierung am 16.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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